2. Flashfactory meets Munich: m-Commerce - neue Erlösquelle oder Markenbindung?

Aktuelle Themen rund um digitale Zukunftsfelder stehen bei der Burda-Flashfactory im Mittelpunkt. Das Thema der zweiten „flashfactory meets munich“ war: „Mobile Commerce – neue Erlösquelle oder Markenbindung?“

Früh am Markt sein und Entwicklungen testen, so heißt die übereinstimmende Devise der Panel-Teilnehmer, um im M-Commerce erfolgreich zu sein. Am Dienstagabend lud Burda Digital Systems zum zweiten Mal zur Flashfactory nach München ein. Gastgeber Gerhard Thomas diskutierte mit Michael Rohowski (Burda Direct) Sören Munk (Paseo Marketing), Roland Fesenmayr (Oxid eSales) über Chancen im M-Commerce und Wege zum Erfolg. Mobile Commerce ist als Vertriebsweg noch jung und sorgt für viel Diskussionsstoff. Die Experten sehen jedoch darin zusätzlich zum allgemeinen E-Commerce den Markt der Zukunft. Die entscheidende Rolle spielen, waren sich die Experten einig, die Vernetzung aller Vertriebskanäle und eine gut durchdachte Strategie. Nicht alle Bereiche abdecken wollen, sondern neue Geschäftstrukturen entwickeln, die zu bestehenden passen, lautete ein Rat. „Das Einkaufsverhalten der Kunden ändert sich. Sie kaufen heute hier, morgen dort – stationär, online, mobil. Deshalb muss man alle diese Wege verbinden und den mobilen Kanal integriert betrachten“, erklärte Roland Fesenmayr. Für ihn ein Szenario der Zukunft: Der Kunde sitzt entspannt auf dem Sofa, zappt sich durch TV-Angebote und die Bestellung läuft dann übers iPad. „Wichtig sind die Endgeräte“, ergänzte Gerhard Thomas. Sie müssten einfach zu bedienen sein, dann erreiche man auch die kaufkräftigen Kunden mittleren Alters.

Szenarien, die es bereits jetzt gibt: Kunden fotografieren mit ihrem Smartphone Gutschein-Codes ab und lösen die digitalen Coupons dann real im Fachmarkt ein, wo sie eingelesen werden. Außerdem macht ihr Handy sie unterwegs auf Sonderaktionen in umliegenden Märkten aufmerksam. „Die Personalisierung von Anwendungen wird dabei in Zukunft immer entscheidender werden“, sagte Gerhard Thomas. Und Sören Munk ist sicher: „Online-Verkauf wird sozialer.“ Auch für ihn führt der Weg über viele Vertriebskanäle – dazu gehören Soziale Netzwerke, über die Produkte weiterempfohlen werden. Social Media wird hier in Zukunft unverzichtbar werden.